2001

Peter Molyneux vollendet das Strategiespiel Black & White, Millionen Spieler züchten riesige Kreaturen. Magnus Mills vollendet seinen dritten Roman, Three to see the king. Pulp veröffentlichen We love Life, eine geeignete Platte für einen warmen, müßigen Sommer in der Sonnenstadt Hamburg. Am Ende des Sommers stürzen in New York Wolkenkratzer ein, die Medien laufen Amok und die größten Schwätzer des Abendlandes führen eine neue Zeitrechnung ein. Wer hysterisches und wichtigtuerisches Medienkreisch verabscheut, liest Konkret oder spielt Silent Hill 2 auf der Playstation 2.

   

2002

Die Xbox ist da, ein paar Monate später kullert der Gamecube in die Läden. Die besten Spiele: Dead or Alive 3 für die Schachtel, Eternal Darkness für den Würfel. Magnus Mills kündigt ein neues Buch an, es erscheint kurz vor Weihnachten. Kanzler Schröder weigert sich, The Scheme for Full Employment zu lesen. Neue Platten gibt's von Tocotronic, Belle & Sebastian, Johnny Cash. Im Fernsehen wird die lustige Zeichentrickserie Futurama abgesetzt, von Southpark gibt's englischsprachige Folgen unter www.lardlad.com. In Hamburg wird das Mühlenberger Loch zugeschüttet: für ein gigantisches Flugzeugbaugelände.

   

2003

Die Billigfluglinien animieren Teuerfluglinien, billige Flüge anzubieten: Damit noch mehr Leute mithelfen, die Ozonschicht und das, was darunter lebt, zu zerstören. Der Staat unterstützt die ganze erbärmliche Chose. Im Kino läuft Spirited Away, der japanische Zeichentrickfilm bekommt berechtigtes Lob - und einen Oscar. Saddam Hussein bekommt Drohbriefe von Schorschl Busch, alle Welt nennt den Diktator bei seinem Vornamen und macht ein großes Getöse, als Welt-Imperator Busch Bomben aufs Zweistromland schmeißen läßt. Deswegen: Der Fernseher gehört Rayman und den Badenixen von Dead or Alive: Beachball.

 

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